BRUST
Brustchirurgie
Was eine Brust ausmacht, ist für jede Frau etwas anderes.
Eine Brust kann zu schwer sein, an Form verlieren oder sich schon immer kleiner anfühlen, als man es sich für den eigenen Körper gewünscht hat.

Brustchirurgie beginnt mit dem Wunsch der Patientin.
Die Gründe für eine Veränderung sind unterschiedlich - und ebenso unterschiedlich sind die Vorstellungen davon, wie die Brust danach aussehen soll.
Deshalb beginnt Brustchirurgie nicht mit einer Methode, sondern mit dem Wunsch der Patientin. Mit der Frage, welche Größe, welche Form und welche Proportion zu ihrem Körper und zu ihrer eigenen Vorstellung passen.
Entlasten
Brustverkleinerung
Wenn die Brust zur täglichen Last wird.
Schmerzende Schultern, ein verspannter Nacken, ein Rücken, der am Ende des Tages müde ist. Eine große, schwere Brust kann sich in viele Bereiche des Alltags einmischen - beim Sport, bei Bewegung, bei der Kleidung oder einfach nach einem langen Tag.
Eine Brustverkleinerung kann deutlich Gewicht nehmen und damit körperlich entlasten. Gleichzeitig wird die Brust vollständig neu geformt. Entscheidend ist dabei nicht, möglichst viel zu entfernen, sondern eine Größe zu erreichen, die sich für die Patientin richtig anfühlt - und daraus eine stimmige, weibliche Brustform zu gestalten.
Weniger Last. Mehr Freiheit im eigenen Körper.
Nicht nur verkleinern. Neu formen.
Bei einer Brustverkleinerung wird nicht einfach nur Volumen entfernt. Das verbleibende Brustgewebe wird genutzt, um die kleinere Brust neu zu formen und von innen zu stabilisieren.
Der Structura Lift verbindet die gewünschte Entlastung mit dem Ziel, auch nach einer deutlichen Verkleinerung eine natürliche, harmonische und zum Körper passende Brustform zu gestalten.
Schnittführung mit Augenmaß
Welche Schnittführung sinnvoll ist, hängt davon ab, wie deutlich die Brust verkleinert und neu geformt werden soll. Sie wird so zurückhaltend wie möglich und so umfassend wie nötig geplant - mit dem Ziel, Entlastung und eine überzeugende Brustform miteinander zu verbinden.
Viele Patientinnen erleben nach der Verkleinerung eine deutliche körperliche Entlastung und mehr Bewegungsfreiheit im Alltag.
Neu formen
Bruststraffung
Wenn sich die eigene Brust nicht mehr nach einem selbst anfühlt.
Schwangerschaft, Stillzeit, Gewichtsveränderungen oder einfach die Zeit können eine Brust verändern. Volumen geht verloren, Gewebe sinkt ab - und manchmal verändert sich damit mehr als nur die Form im Spiegel.
Für viele Frauen ist die Brust eng mit dem eigenen Körpergefühl und der Wahrnehmung ihrer Weiblichkeit verbunden. Der Wunsch nach einer Straffung ist deshalb oft kein Wunsch nach einer anderen Brust, sondern danach, sich im eigenen Körper wieder wohler und vertrauter zu fühlen.
Eine Bruststraffung formt das vorhandene Gewebe neu, hebt die Brust an und bringt ihre Proportion wieder stärker mit dem übrigen Körper in Einklang. Ziel ist eine Brust, die sich wieder stimmiger zum eigenen Körper anfühlt - in ihrer Form, ihrer Position und ihrer Proportion.
Structura Lift
Die neue Brustform entsteht von innen.
Nicht nur die Haut straffen. Die Brust von innen neu formen.
Eine Bruststraffung beginnt für uns nicht an der Haut. Entscheidend ist die Struktur darunter.
Beim Structura Lift wird das vorhandene Brustgewebe genutzt, um die Brust neu zu formen und von innen zu stabilisieren. Der Hautmantel wird dabei gezielt entlastet und an die neue Form angepasst.
Ziel ist, das vorhandene Volumen so neu zu formen, dass die Brust wieder eine ansprechende, natürlich wirkende Form erhält.
Wenn die eigene Struktur nicht mehr reicht.
Nicht jedes Gewebe bringt die gleichen Voraussetzungen mit. Bei ausgeprägter Bindegewebsschwäche kann es deshalb sinnvoll sein, den inneren Aufbau der Brust durch eine zusätzliche, resorbierbare Gewebeverstärkung zu unterstützen.
Ob eine solche Verstärkung sinnvoll ist, wird individuell beurteilt und in der persönlichen Beratung besprochen.
Volumen ergänzen
Brustvergrößerung
Wenn mehr Volumen die Proportionen stimmiger macht.
Manche Frauen wünschen sich schon seit jungen Jahren eine vollere Brust. Andere vermissen nach Schwangerschaft, Stillzeit oder Gewichtsverlust das Volumen, das früher einmal da war.
So unterschiedlich die Ausgangssituation sein kann, entscheidend ist der persönliche Wunsch: Welche Größe, welche Form und welche Proportion fühlt sich für die Patientin richtig an?
Eine Brustvergrößerung ergänzt Volumen dort, wo es gewünscht wird. Ziel ist eine Brust, die sich in Größe und Form selbstverständlich in den eigenen Körper einfügt.
Mehr Volumen für stimmigere Proportionen.
Mehr Volumen. Mehr als ein Weg.
Viele Patientinnen denken bei einer Brustvergrößerung zunächst an Brustimplantate. Dabei kann Volumen - abhängig von der Ausgangssituation und dem persönlichen Wunsch - auch mit Eigenfett oder körpereigenem Gewebe ergänzt werden.
Wer nicht ausdrücklich Brustimplantate wünscht, soll deshalb erfahren, welche Möglichkeiten der eigene Körper bietet. Welche Methode infrage kommt, entscheidet sich nicht nach einer festen Reihenfolge, sondern nach den körperlichen Voraussetzungen und der Veränderung, die sich die Patientin wünscht.
Mit Eigenfett
Mehr Volumen aus dem eigenen Körper.
Viele Patientinnen wünschen sich eine vollere Brust, möchten jedoch auf ein dauerhaftes Brustimplantat verzichten. Bei einer Brustvergrößerung mit Eigenfett wird körpereigenes Fettgewebe entnommen, aufbereitet und genutzt, um das Volumen der Brust zu ergänzen und ihre Form behutsam weiterzuentwickeln.
So kann die Brust mit eigenem Gewebe aufgebaut werden, ohne die spezifischen Risiken eines Brustimplantats in Kauf nehmen zu müssen.
Mit körpereigenem Gewebe
Vorhandenes Gewebe neu nutzen.
Bei geeigneten körperlichen Voraussetzungen kann eigenes Gewebe aus der Brust und ihrer Umgebung genutzt werden, um Volumen neu zu verteilen und die Brust neu zu formen.
Auf diese Weise kann mehr Volumen mit körpereigenem Gewebe aufgebaut werden - ohne dauerhaft Brustimplantate einzusetzen.
Welche körpereigene Möglichkeit infrage kommt, hängt von der individuellen Ausgangslage und der gewünschten Veränderung ab.
Mit Brustimplantaten
Volumen gezielt ergänzen.
Für Patientinnen, die sich bewusst Brustimplantate wünschen, eine deutlichere Volumenzunahme innerhalb eines Eingriffs anstreben oder für die körpereigene Verfahren nicht infrage kommen, bleiben Brustimplantate eine etablierte Möglichkeit.
Risiken rund um die Operation
Wie bei jedem operativen Eingriff können auch nach einer Brustoperation Blutungen, Wundheilungsstörungen, Infektionen oder Flüssigkeitsansammlungen auftreten. Über diese allgemeinen und die individuell relevanten Risiken sprechen wir ausführlich in der persönlichen Aufklärung.
Häufige Fragen zur Brustchirurgie
Welche Brustoperation ist für mich die richtige?
Viele Patientinnen wissen sehr genau, was sie an ihrer Brust verändern möchten, ohne den dafür passenden Eingriff benennen zu können. Entscheidend ist deshalb zunächst nicht die Methode, sondern der persönliche Wunsch: Soll die Brust entlastet, neu geformt oder um Volumen ergänzt werden?
In der persönlichen Beratung betrachten wir gemeinsam die Ausgangssituation, die gewünschten Proportionen und die Möglichkeiten, die zur Patientin passen. Daraus ergibt sich, ob eine Brustverkleinerung, Bruststraffung oder Brustvergrößerung der richtige Weg sein kann.
Kann eine Brust auch ohne Brustimplantate vergrößert oder neu geformt werden?
Ja. Abhängig von der körperlichen Ausgangslage kann Volumen auch mit Eigenfett oder körpereigenem Gewebe ergänzt beziehungsweise neu verteilt werden.
Welche Möglichkeit sinnvoll ist, hängt von den vorhandenen Voraussetzungen und der gewünschten Veränderung ab und wird in der persönlichen Beratung beurteilt.
Ist eine Bruststraffung auch ohne Brustimplantate möglich?
Ja. Bei einer Bruststraffung kann das vorhandene Brustgewebe neu geformt und von innen stabilisiert werden. Ob das vorhandene Volumen für die gewünschte Form ausreicht, lässt sich erst anhand der persönlichen Ausgangslage beurteilen.
Wie natürlich kann das Ergebnis einer Brustoperation wirken?
Natürlichkeit bedeutet nicht für jede Patientin dasselbe. Ziel ist eine Brustform, die den persönlichen Wunsch aufnimmt und sich in Größe und Proportion selbstverständlich in den Körper einfügt.
Welche Veränderung sich aus der jeweiligen Ausgangslage gestalten lässt, wird vor der Operation realistisch besprochen.
Welche Narben bleiben nach einer Brustoperation?
Die notwendige Schnittführung hängt vom Eingriff und vom Ausmaß der gewünschten Formveränderung ab. Sie wird so zurückhaltend wie möglich und so umfassend wie nötig geplant.
Eine möglichst kurze Narbe darf nicht dazu führen, dass Form, Entlastung oder Stabilität unnötig eingeschränkt werden. Den voraussichtlichen Narbenverlauf besprechen wir persönlich.
Kann sich das Gefühl in der Brust oder an der Brustwarze verändern?
Nach einer Brustoperation kann sich die Empfindlichkeit der Brust oder der Brustwarzen verändern. Solche Veränderungen können vorübergehend sein, eine verminderte Empfindlichkeit oder auch Taubheit lässt sich jedoch nie vollständig ausschließen.
Wie hoch das persönliche Risiko ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Diese besprechen wir ausführlich in der persönlichen Beratung.
Kann eine Brustoperation die Stillfähigkeit beeinflussen?
Je nach Ausgangslage und geplantem Eingriff kann die Stillfähigkeit erhalten bleiben, eingeschränkt werden oder verloren gehen.
Welche Bedeutung dieses Risiko für die konkrete Operation hat, wird in der persönlichen Beratung und Aufklärung besprochen.
Können Unterschiede zwischen beiden Brüsten ausgeglichen werden?
Unterschiede zwischen beiden Brüsten sind sehr häufig und werden bei der Planung berücksichtigt. Eine vollständige Symmetrie lässt sich jedoch nicht versprechen.
Welche Unterschiede voraussichtlich verbessert werden können und welche möglicherweise bestehen bleiben, besprechen wir vor der Operation.
Wann kann ich das Ergebnis einer Brustoperation beurteilen?
Die Brust verändert sich während der Heilung über einen längeren Zeitraum. Schwellungen gehen zurück, das Gewebe wird weicher und Form und Position entwickeln sich weiter.
Ein erster Eindruck entsteht meist deutlich früher - bis sich das Ergebnis zuverlässig beurteilen lässt, können jedoch mehrere Monate vergehen.
Wie lange bin ich nach einer Brustoperation eingeschränkt?
Das hängt vom jeweiligen Eingriff, dem individuellen Heilungsverlauf und den persönlichen Anforderungen in Beruf und Alltag ab.
Welche Belastungen wann wieder möglich sind, besprechen wir deshalb individuell und auf die geplante Operation abgestimmt.
Haben Brustimplantate auch negative Folgen?
Brustimplantate ermöglichen es, das Volumen der Brust innerhalb eines Eingriffs gezielt zu ergänzen. Gleichzeitig bringen sie eigene Risiken und langfristige Fragen mit sich, die bei körpereigenen Verfahren nicht bestehen.
Dazu zählen beispielsweise eine Kapselfibrose, Veränderungen an Brust oder Brustimplantat und die Möglichkeit späterer Operationen. Daneben sind sehr seltene brustimplantatassoziierte Erkrankungen bekannt, während andere von Patientinnen geschilderte Beschwerden wissenschaftlich noch nicht vollständig verstanden sind.
Eine bewusste Entscheidung sollte deshalb nicht nur die Möglichkeiten von Brustimplantaten betrachten, sondern auch ihre möglichen langfristigen Folgen.